Kochen mit Kindern
Fisch frisch zubereiten

An einem trüben Morgen, Coachy und die Mädchen wiegen sich noch schlaftrunken sanft zwischen langen Algen hin und her, als Lou stutzt. „Schaut mal, Coachy’s Dottersack ist weg!“
Coachy tastet erst irritiert mit den Seitenflossen seinen Unterbauch entlang, dann biegt er sich erschrocken und schaut unter sich. Tatsächlich, vom Dottersack ist nur noch eine kleine Hauthülle übrig, die sich durch seine hektischen Bewegungen auch gerade auflöst und sich im Wasser davon macht. Coachy schaut ihr mit großen Augen sprachlos nach. Was nun?, denkt er.
„Was passiert jetzt? Muss ich jetzt verhungern?“, fragt er zaghaft die Mädchen. Dabei spürt er auch schon ein leichtes Ziehen und Grummeln in seinem Bauch. Könnte das Hunger sein? Bisher musste er sich um seine Ernährung ja nicht kümmern.

Die Mädchen setzen wichtige, wissende Minen auf.
„Nein, ach was“, lacht Rosa. „Nun musst du dir dein Futter eben selbst suchen. Was meinst du, bist du ein Pflanzenfresser oder ein Fisch- und Schalentierfresser?“
Coachy schaut ein wenig dümmlich in die Runde.
„Weiß ich doch nicht“, murrt er leicht bockig, „muss ich wohl erst einmal ausprobieren.“

So vergehen einige ruhige Tage, an denen Coachy, Rosa, Kelly und Lou weiter das Meer erkunden und er lernt, was er so fressen kann und was nicht, was ihm davon schmeckt und was eben auch nicht, obwohl er es fressen könnte. Kennt ihr das? Da sieht etwas total lecker aus, alle machen „hmmmmm“, und dann schmeckt es euch gar nicht. Doof, aber nicht schlimm, so geht es allen ab und zu, auch Coachy. Jeder hat so seinen eigenen Geschmack, und den muss man eben erst einmal ausprobieren, und der verändert sich auch von Zeit zu Zeit. Immer wieder Neues zu probieren ist also tatsächlich sinnvoll und auch spannend.

„Du Coachy, was hast du da auf deinem Kopf?“ fragt Kelly, das Kabeljau-Mädchen, eines Tages beim Herumstromern.
„Wieso? Was denn?“ Wollte sie ihn vielleicht wieder einmal veräppeln?
„Da wächst so ein komisches oranges Ding auf deinem Kopf. Das ist doch wohl keine Krankheit?“ Erschrocken weicht sie ein Stück zurück.
Nun kommen Rosa Rotbarsch-Mädchen und Lou Lachsforellen-Mädchen neugierig näher.
„Ne“, murmelt Rosa und traut sich sogar das orange Ding auf Coachy’s Kopf anzufassen. „Fühlt sich weich an, aber irgendwie nicht krank.“
Nun tastet Coachy mit den Flossen seinen Kopf ab. Ja, da ist es weich, aber doch fest und definitiv festgewachsen. Was soll das denn nun sein? Alle schauen sich eine Weile ratlos an, dann hat Rosa eine Idee: „Lasst uns zur Große Weisen schwimmen. Die weiß doch auf alle Fragen eine Antwort!“
„Das ist aber nicht ungefährlich, solange wir noch so klein sind“, warnt Lou. „Die hat uns nämlich auch zum Fressen gern. Die ist auf jeden Fall ein Fisch- und Meeresbewohnerfresser!“
„Dann müssen wir eben sehr vorsichtig sein. Ich habe gehört, wenn sie um Hilfe gebeten wird, etwas zu entschlüsseln oder zu erklären, dann ist sie ganz friedlich. Wir müssen nur nach ihrer Antwort schnell verschwinden.“ Rosa grinst selbstsicher.


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Bilder: amhc-design